Wednesday, July 19, 2006

das schwein und die kiste

wie ist das eigentlich mit dem urheberrecht? ist doch kinderleicht, oder? sogar das schwein siehts ein!

5 comments:

scrooligan said...

Das Sommerloch scheint Dich ja geradezu zu inspirieren.

Wie sieht denn Dein Gegenvorschlag zum Patentrecht aus, um das es in der Geschichte wohl geht. Das Urheberrecht wolltest Du - wenn ich mich recht erinnere - ja ganz abschaffen. Da wäre es ja nur konsequent, Patent- und Markenrecht gleich mit zu kippen.

Na, interessiert? :-)

bart said...

erstmal schoene gruesse aus dem sonnigen aber kuehlen suedafrika!!!!
zum thema patent und uhrheberrecht
ich halte es fuer sehr bedenklich (und hinderlich) wenn man fuer einmal erbrachte leistungen unverhaeltnismaesig entlohnt wird. und dass auch noch fuer eine sehr lange zeit.
beispiel musik = musiker sollten dafuer bezahl werden, dass sie musik herstellen (musizieren) und man sollte sie an den gewinnen beteiligen, die man durch die aufuehrung und das abspielen ihrer musik erzielt (gema ist erstaml ok), warum ich aber dem musiker unsummen fuer die aufzeichung seiner musik bezahlen muss, die nicht im verhaeltnis zur erbrachten leistung steht versteh ich nicht (da ist aber jeder selbst schuld, der soviel geld dafuer ausgibt), .....schlange hinter mir zu lang...bis baldf...diskussion wird fortgestzt...cu

bart ab said...

urheberrecht:

1. wer oder was wird durch das urherberrecht geschützt? wenn die verfielfältigungsmethode und der vertrieb geschützt werden, dann halte ich das recht für unpassend.
2. verhältnismäßigkeit von leistung und ertrag: wenn ich ein lied pfeife und am nächsten tag pfeift ein anderer es nach, welche rechte habe ich es ihm zu verbieten (so fern es mein geistiges eigentum ist)? hier unterscheiden sich informationen von gegenständen.

scrooligan said...

Moin,

erstmal: 'unverhältnismäßig' 'Unsummen' sind ja rein subjektive Begriffe. Ohne Maßstab kann man da auch alles oder nichts drunter fassen. Versuchen wir doch erstmal Deine Vorstellung wertfrei zu modellieren.

Wenn ich Dich richtig verstehe, willst Du also Vervielfältigung und Vertrieb nicht schützen. Jermand der kreativ tätig ist und etwas immaterielles schafft, kann IYHO also Geld damit verdienen, indem er es direkt an zahlende Kundschaft liefert. Im Bereich der Musik also durch Liveauftritte, bei Schriftstellern durch Lesungen durch den Autor, bei Filmemachern durch Vorführungen, die der Regisseur selbst veranstaltet, bei Fotografen durch Verkauf an Leute, die lieber ein Original haben.
Und solange niemand Geld durch die Verbreitung verdient, soll auch keines an den Urheber fließen.

Ok, klingt stringent. Was ist mit sekundären Einnahmen wie Banner auf Seiten, die Musik zum Download anbieten? Und soll man nur keine Gewinne machen dürfen oder überhaupt keine Einnahmen erzielen dürfen (Bsp. ich hänge in meiner Kneipe Bilder auf und spiele Musik. Kriegen Musiker und Maler was?)

Eine Auswirkung, die ich sehe - das soll aber gar kein Gegenargument sein -, ist dass weniger Geld in Richtung Urheber fließt, also vermutlich auch weniger geistiges Eigentum geschaffen wird. Ich nehme an, das ist Dir klar. Du forderst ja praktisch ein verschärftes Leistungsprinzip für Schaffer geistigen Eigentums, wo bislang Monopole existieren.

BTW Übertragen auf das Patentrecht - um das es in der Geschichte ging - heißt das ja wohl auch, wer die darin beschriebene Erfindung nutzt, um Gewinn zu machen, muss zahlen, sonst ist es frei. Es wird also quasi eine Zwangslizenz erteilt.

Außerdem sind damit Softwarepatente gut vereinbar. Als Firma kann ich Wettbewerber zwar nicht am Kopieren hindern, aber immerhin kostet sie der Spaß was.

Wie willst Du denn die Lizenzgebühren festlegen? Mir fallen da zwei Wege ein: Ein fester Anteil am Gewinn oder Verhandlungssache. Ersteres ist vermutlich ungerecht aber einfach, letzteres kann natürlich genutzt werden, um doch wieder Monopole zu schaffen.
Bliebe noch die Möglichkeit, die Lizenzgebühren vom Staat oder Branchenverbänden festlegen zu lassen. Bei Patenten dürfte das einfach sein, bei Konsumgütern allerdings wieder ganz schön schwer.

Zu Deinem 2.: Keins. Nach geltendem Urheberrecht. :-)

scrooligan said...

Meine Vorstellung war ja immer, um Strukturen zu schaffen, die die Produktion geistigen Eigentums fördern, sehr wohl Monopole zuzulassen, also das Urheber-, Marken- und Patentrecht grundsätzlich bestehen zu lassen. Ich wollte allerdings die Schutzfristen radikal verkürzen. Nur fiel mir nie eine handhabbare Möglichkeit ein, um die Länge der Schutzfrist vernünftig zu bestimmen. Während Klingeltöne etc. mit einem jahr sicher gut bedient sind, würde niemand Medikamente entwickeln können, die sich in einem Jahr amortisiert hätten. Aber vielleicht fällt da ja jemand anderem was ein.