sollte eigentlich nur ein kommentar zu scrooligans
kommentar werden, wurde aber etwas länger und damit zu einem post.
@ statistik: verstehe ich nicht.
@ existenz: ich war auch überrascht und deswegen habe ich das gebloggt. weil ich durch das medium ein format zur hand habe, in dem ich meine überraschung kundtun und mit anderen menschen teilen kann, die bestimmt mehr über das thema wissen als ich.
@ grenzen: wer definiert denn die grenzen, um sie danach wieder einzureißen? wer hat denn die frage aufgeworfen, ob blogs journalisten sind oder nicht. waren es nicht die journalisten, um sich von der bewegung abzugrenzen und um sich ein schärferes profil geben zu können? und sind sie es nicht auch jetzt, die blogs lesen und sich von dort ihre anregungen holen um dann artikel zu schreiben, die teilweise so falsch sind, daß sie wiederrum von den blogs zerrissen werden, nicht, weil es blogger sind, sondern weil es menschen mit meinungen sind, die sich in dem spezifischen thema besser auskennen, als ein journalist, der sich mal kurz in etwas reingelesen hat? wieso die kollektive intelligenz der interessierten menschen von vorneherein ignorieren, anstatt sie als wissenspool zu verwenden?
@ überschrift: ich glaube zunächst niemandem. journalisten und zeitungen bekommen von mir kein gesondertes grundvertrauen, zu oft habe ich mich über ihre berichterstattung und ihre ignoranz gegenüber wichtigen themen aufgeregt. ich fange an menschen zu vertrauen, wenn ich über einen längeren zeitraum ihre meinungen und ansichten vernommen habe. wieso verdient ein blogger, der jeden tag ein paar posts unter seinem namen veröffentlicht, sich dadurch der blogöffentlichkeit aussetzt und ihr gegenüber bestehen muß, denn wenn er fehler macht, ist er den rest der woche damit beschäftigt, sich zu erklären (man denke nur an scoble) denn kein vertrauen? und wieso ist diese arbeitsweise nicht verlässlich? anstatt sich nur der redaktion und dem chefredakteur zu verantworten, steht er einem ganzen heer von kritikern gegenüber, die sicherlich mehr über das thema wissen als er selbst. er versteckt sich nicht hinter dem namen einer zeitung und vertraut darauf, daß die leute ihm schon glauben werden, denn immerhin hat er es in eine verantwortliche position bei einer zeitung/ zeitschrift gebracht. und wie werden eigentlich fehler in zeitungen korrigiert? wer bekommt diese richtigstellungen denn zu gesicht? wenn du was falsches bloggst, wimmelt das netz mit verweisen auf deine seite... die nachrichtenseiten dagegen verschwinden hinter firewalls in undurchsuchbaren archiven. wer verdient hier mehr vertrauen?
@ nsa. die information stammte aus einem posting der ip-mailingliste und nicht aus einem blog. dem ging eine kleine diskussion vorran, die schwer wiederzugeben ist, weil sie eben nicht auf einem blog zu finden ist, den prägnantesten beitrag habe ich zitiert. hast du von james bamford "body of secrets" gelesen? dem ultimativen buch zur nsa? da steht das auch drin. aber wie schwer war es denn die wikipedia zu durchsuchen, ein posting zu schreiben und die diskussion zu beginnen?
@ kritiklosigkeit: damit unterstellst du mir ja zunächst unfähigkeit eine meinung zu bilden, und gute und schlechte informationen nicht voneinander abwägen zu können. ich lese viel. mittlerweile sogar hauptsächlich blogs, eben weil sie mir die vielfältigkeit der meinungen präsentieren. postings die ich interessant finde, teile ich mit anderen. blogs die ich nicht mag, oder mit denen ich nicht einer meinung bin, lese ich entweder nicht, oder kommentiere deren aussagen, um eine diskussion zu beginnen. versuch mal mit spon oder zeit, oder heise, eine diskussion zu beginnen, das ist ziemlich unmöglich, weil es in ihrer struktur gar nicht vorgesehen ist. wer entzieht sich dadurch der kritik?