Monday, October 31, 2005

Denn sie wissen nicht was sie tun...

sie verstehen es einfach nicht... IPTV (TV über Internet). wer will denn schon interaktive inhalte? dazu gibt es das internet. die stärke von iptv ist doch, daß ich nur das sehe, was ich sehen will und mir den zeitpunkt und das gerät aussuchen kann. dann kann man sogar über micropayment reden. so 50c pro folge würde ich schon ausgeben. die 99c (im artikel steht 2$) die apple gerade verlangt, finde ich zu hoch. eine staffel auf dvd kostet ja z.t. auch nur 24€ und wenn ich die folgen noch nicht mal brennen kann, warte ich lieber auf die dvds...

Liebes Tagebuch...

Ach Kinners, nachdem nun auch Stephan H. das beschauliche Marburg verlassen hat, um einige hundert Kilometer nördlich seinen Dienst an der Frontlinie Pisa-Bologna anzutreten, quält mich neben einem Muskelkater die Frage, wie es sein kann, dass fast alle Menschen entweder aus dem obersten Stockwerk eines Hauses oder in ein oberstes Stockwerk ziehen. Mathematisch gibt das bei den hiesigen Wohnverhältnissen doch irgendwie ein Problem.
Ich hoffe, wer von euch erwartet hat, die neue Adresse zu bekommen, hat sie erhalten, denn ohne Mobil-/Telefon und Internetzugang ist der arme Mann ja nun etwas isoliert.
Nebenbei noch mal ein großes Lob an das LKW-Fahrverbot (das uns freie Autobahnen beschert hat), die nordhessische Dorfbevölkerung (die uns auf abenteuerlichen Nebenstraßen an einem Unfal vorbeigelotst hat - wieso heissen die Dörfer da eigentlich anders, als man sie spricht?!), die Banane (Euro- und Dollar-; ohne die es diese praktischen Kisten nicht gäbe), den Friedhof, an dem Stephan jetzt wohnt (coole Aussicht), alle Helfer (die hier vermutlich nicht mitlesen, aber trotzdem Lob verdient haben: Jaffa, Micha, Natascha) und Stephan (insbesondere für viel Kaffee, das schnelle Aufbauen der Stereoanlage, das viele Essen, die Badewanne und viel gute Laune).

So, damit ist gesagt, was gesagt werden wollte. Als Nachsatz gebe ich zu, obige Hypothese 'Mathematisch gibt ...' ist unhaltbar. Wahrscheinlich ziehen nur Leute um, die ganz oben wohnen, während alle anderen Menschen auf ewig bleiben, wo sie sind.

Sunday, October 30, 2005

3 Videos

drei interessante videos die ich in letzter zeit gesehen habe:

  1. Steve Ballmer - Quick chat with Microsoft's CEO: robert scoble interviewt steve ballmer. die fragen sind nicht so interessant, aber man bekommt ein gefühl für steve ballmer, der manchmal ein wenig verrückt zu sein scheint.

  2. Piracy is Good? How Battlestar Galactica Killed Broadcast TV (Torrent): seine ausführungen in den ersten 15 min zur ausweglosigkeit des kampfes der fernsehgesellschaften gegen das internet sind ziemlich interessant und überzeugend, seine lösung eher weniger. er sagt, daß die kosten für eine minute werbung zur prime time etwa genauso hoch sind, wie die produktionskosten für eine folge. wieso also nicht gleich eine ganze folge sponsern und zum download anbieten, vielleicht noch mit entsprechendem branding in einer ecke anstelle der senderkennung. dadurch wären die downloads kein problem mehr und man hätte direkten zugriff auf die zielgruppe, die immer weniger zeit vor dem fernseher verbringt. ich verstehe noch nicht ganz, wie skalierbar das konzept wäre. würde das dann nicht zu einer vollkommenen zersplitterung der zielgruppen führen? ist das für die werbeindustrie wünschenswert?

  3. Jeff Tweedy + Lawrence Lessig in Conversation with Steven Johnson: Who Owns Culture Jeff Tweedy ist mitglied von wilco einer meiner lieblingsbands. über lawrence lessig muß man wohl nicht mehr allzuviele worte verlieren, er hält am anfang einen kurzen vortrag, sehr interessant den mal zu sehen und steven johnson habe ich auch schon mal in einem comment erwähnt, kenne ihn hauptsächlich aus einem artikel den er für die new york times basierend auf seinem buch: 'Everything Bad Is Good for You: How Today's Popular Culture Is Actually Making Us Smarter' geschrieben hat. sie unterhalten sich ein wenig über die auswirkungen des internets auf die medienindustrie.

Wednesday, October 26, 2005

Scrooligans Maßnahme 2: Steuern und Sozialstaat

Maßnahme 2: Steuersystem, Sozialstaat
Warum: Unternehmensgründungen erleichtern, Kapitalabflüsse vermeiden.
Orientierung: kurzfristig.
Kosten: gering, d) mittel.
Umsetzungsschwierigkeiten: gering, d) hoch.


So, nach Maßnhame I: Innovationsoffensive kommt jetzt mal die Nummer 2. Ich entschuldige mich vorsorglich schon mal wegen des vielen Textes und der Rechtschreibfehler, verweise aber auf Bart ab, der die Hauptschuld hieran trägt, da er unbedingt Vorschläge wollte:-)

a) Progressives Einkommensteuermodell für alle Privatpersonen.

b) Streichung aller Abschreibungsmöglichkeiten etc. für Privatpersonen.

c) Negative Einkommensteuer (Grundsicherung) für jeden Bürger und zu jeder Zeit. Kein Ausgleich für z.B. ortsübliche Mieten oder Heizkosten.

d) Abschaffung der staatlichen Pflichtversicherungen.

e) Einheitlicher Steuersatz für Unternehmensgewinne.

f) Begrenzung von Subventionen.

g) Ausweitung der indirekten und Begrenzung der direkten Steuern.

OK, also was soll das?

Zu a) Progressive Einkommensteuer:
Eine progressive Einkommensteuer bringt zum einen Geld in den Staatshaushalt, zum anderen verknüpft er staatliche Leistungen mit privaten Aufwendungen, es sieht also jeder, dass er etwas für das Gemeinwesen tut und dafür öffentliche Leistungen erbracht werden.
Die Gleichbehandlung aller Einkommensarten klingt erstmal logisch, bringt aber Probleme. Kapital (Zins) ist sehr viel flexibler, als Arbeit (Lohn) oder Boden (Mieten, Pacht), kann sich der Besteuerung also auch leichter entziehen. Daher dürfen entweder die Sätze nicht zu hoch sein oder die Einkommensarten müssten nach ihrer Möglichkeit auszuweichen unterschiedlich belastet werden. Ich ziehe hier gleiche Sätze für alle Einkommen vor, um durch unterschiedliche Sätze die Steuerzahler nicht noch mehr dazu zu bringen, ihr Handeln nach einzelnen Paragraphen auszurichten.
Ob das jetzt gerecht ist oder doch eine Kopfsteuer oder sonst ein Modell gerechter ist, lässt sich weder ökonomisch noch ethisch letztlich beantworten, also lasse ich es beim bestehenden progressiven System.

Zu b) Streichung der Freibeträge, Abschreibungen und Absetzungen:
Das trifft erst mal viele Menschen. Der Grund hierfür ist, dass ich vermeiden möchte, dass jemand z.B. wegen der Entfernungspauschale weiter weg zieht. Wenn es in der Nähe einer Arbeitsstätte keinen Wohnraum gibt, ist das ein Grund, dort welchen zu schaffen oder höhere Löhne zu verlangen. Das ist aber kein Grund, die Allgemeinheit zu belasten, um den zu bevorteilen, der weiter entfernt wohnen muss und zudem den zu bevorteilen, der sich freut, dass er im Grünen wohnt und dafür Geld bekommt (und nebenbei für mehr Verkehr und Flächenversiegelung sorgt). Analog muss man auch niemandem seinen Anzug erstatten, den er für einen neuen Beruf benötigt. Um sich so etwas kaufen zu können, bekommt er Lohn und damit auch vorher Kredit. Auch hier gilt: ich will vermeiden, dass jemand sich durch das Steuerrecht zu anderem Verhalten motivieren lässt. Über Gerechtigkeit kann man sich bei den einzelnen Steuererleichterungen trefflich streiten. Letztlich wird man immer jemanden finden, der eine beliebige Maßnahme für gerecht hält. Da halte ich es für besser, die Bemessungsgrundlage sehr weit zu fassen (also möglichst viele Leute mit der Steuer zu belegen), dafür aber niedrigere Sätze zu verlangen.

Zu c) Negative Einkommensteuer: Zahlung einer Grundsicherung an jeden Bürger zu jeder Zeit, dafür Abschaffung der sonstigen Sozialleistungen:
Diese Grundsicherung bekommt also jeder, egal, ob er nun Millionär ist oder nicht. Der Vorteil ist, die Feststellung, ob jemand zum Bezug berechtigt ist, entfällt. Das Geld hierfür stammt aus einer erhöhten Einkommensteuer – letztlich ist das egal, jemand bekommt Geld, zahlt das aber wieder als Steuer, wenn er genug verdient. Das klingt zwar etwas kompliziert, allerdings sind Bankdienstleistungen, wie Überweisungen, nun wirklich leicht zu automatisieren.
Dafür entfallen Sozialhilfe (ALG II), Arbeitslosengeld (ALG I) und diverse Zuschläge zum ALG II. Es erscheint mir nicht sinnvoll, jemanden mit mehr Geld auszustatten, um in einer teureren Stadt zu wohnen, wenn es andere Orte gibt, an denen er billiger leben kann. Man darf nicht vergessen, dass hierfür schließlich die Allgemeinheit belastet wird, die nun an allen möglichen Orten lebt und – so sie beschäftigt ist – nicht dafür belohnt wird.

Zu d) Abschaffung der staatlichen Pflichtversicherungen, Umstellung:
Die Pflichtversicherungen, nicht aber die Versicherungspflicht, werden abgeschafft. Das ist so radikal, dass ich die Gesundheitsversorgung in einer extra Maßnahme behandeln werde.
Die Arbeitslosenversicherung wird teilweise überflüssig, da die Grundversorgung die finanzielle Unterstützung regelt. Die Vermittlungsleistungen können ebenso gut privat erbracht werden. Sollte der Staat Arbeitsmarktpolitik betreiben wollen, z.B. über Fortbildungsförderung, kann er das auch als Angebot über die privaten Vermittler tun.
Die Rentenversicherung geht ebenfalls in der Grundsicherung auf. Bei Renten- und Arbeitslosengeld bieten sich sicherlich privaten Zusatzversicherungen oder ein eigener Sparplan an. Mir erschließt sich aber nicht, warum hierfür der Staat notwendig ist.
Problematisch dabei ist vor allem die Umstellung vom jetzigen zum hier beschriebenen Modell, da viele Menschen Ansprüche nach dem alten Modell erworben haben. Hier kann man zwei Wege gehen. Zum einen ist es möglich, nur Menschen, die neu in die Sozialversicherung einzahlen würden mit dem neuen Modell zu konfrontieren. Zum anderen wäre es möglich, die jetzigen Ansprüche auszuzahlen. Das schafft erst einmal einen enormen Finanzbedarf, der aber sofort durch am Kapitalmarkt anzulegende Mittel – eben jene Auszahlungen - erbracht wird. Die Zinszahlungen gehen zwar zu Lasten der Allgemeinheit, diese zahlt jene aber durch Steuern auf Kapitalerträge zumindest teilweise selbst. Der Rest muss durch weitere Steuern erbracht werden, welche dann aber als Zins wieder der Allgemeinheit zufließen.
Als Begründung für so einen radikalen Schritt möchte ich zum einen anführen, dass beide Versicherungen durch eine Grundsicherung ihres wesentlichen Kerns verlustig gehen. Weitere Leistungen könnte man auch weiterhin öffentlich erbringen. Da diese aber ebenso gut auch privat erbracht werden können, was dann durch Wettbewerb zumindest potentiell neue Ideen zur Vermittlung erzeugt, kann man sie bei einer Reform der Sozialversicherung auch gleich mit privatisieren. Nicht zu vergessen sei auch, dass die reine Vermittlung zum großen Teil auch zwischen den Teilnehmern selbst oder über Börsen im Internet oder lokale schwarze Bretter erfolgen kann. Probleme in der Art, dass viele Arbeitsunwillige sich mit der geringen Grundsicherung zufrieden geben, sehe ich eigentlich nicht, da bei höher Qualifizierten durchaus der Drang nach einer erfüllenden Tätigkeit greift, bei sehr gering qualifizierten Menschen die Chance auf einen Arbeitsplatz sowieso sehr gering ist.

Zu e) Einheitlicher Steuersatz für Unternehmensgewinne:
Die Frage, ob man Unternehmen als lediglich durchlaufende Posten in der Wertschöpfung überhaupt besteuern soll, lasse ich beim Finanzbedarf der öffentlichen Hand mal unbeantwortet. Hier schlage ich vor, auf eine Progression zu verzichten, da Unternehmen zu leicht in kleinere Einheiten zerlegt werden können, um immer auf dem niedrigeren Satz zu bleiben. Da kann man es auch gleich lassen. Ebenso bin ich gegen eine Unterscheidung von Personen- und Kapitalgesellschaften oder eine Unterscheidung zwischen entnommenen und einbehaltenen Gewinnen. Ich sehe nicht, warum die Allgemeinheit ein Interesse daran haben sollte, ob jemand sein Unternehmen als AG oder Einzelkaufmann betreibt. Ebenso halte ich es nicht für notwendig, dass die Allgemeinheit jemandem vorschreibt, es sei besser, sein Geld zu verprassen oder zu reinvestieren. Beides kann je nach Situation adäquat sein.

Zu f) Begrenzung von Subventionen:
Um zu vermeiden, dass unrentable Wirtschaftsunternehmen über Gebühr lange am Leben gehalten werden, sollten Subventionen zeitlich begrenzt werden und nicht wiederholt werden dürfen.
Obwohl es Stimmen gibt, die Subventionen ganz verbieten wollen – schließlich zögern sie den Tod eines Unternehmens nur hinaus, denn wenn das investiert wird, gäbe es dafür Kredite -, erkenne ich an, dass soziale Umbrüche schonender vonstatten gehen, wenn man sie durch Ausgleichszahlungen verlangsamt oder durch Investitionshilfen abfedert. Zum anderen halte ich Industriepolitik nicht für völlig falsch, solange sie sich bewusst ist, dass Gelder der Allgemeinheit in einer Lotterie eingesetzt werden. Hierfür sollte demokratische Legitimation aber ausreichend sein.

Zu g) Ausweitung der indirekten und Begrenzung der direkten Steuern:
Indirekte Steuern haben zwei große Nachteile: Sie sind unsozial, da sie Menschen mit höherem Konsumanteil am Einkommen stärker belasten. Sie lockern das Band zwischen Staat und Bürger, da dieser nicht mehr direkt für die Staatseinnahmen verantwortlich ist.
Indirekte Steuern haben aber auch einige Vorteile. Der größte liegt darin, dass indirekte Steuern nicht direkt die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Ausland beeinträchtigen. Diese Steuern werden im Inland bezahlt, von Exportgütern wieder abgezogen und auf Importgüter heraufgerechnet. Sie stellen also ein ausgeglichenes Preisniveau im Inland sicher. In einem Land, dass bis zu einem Drittel seiner Wertschöpfung durch den Export erzielt, kann eine Umsteuerung von den direkten Steuern, die die Arbeit verteuern, zu den indirekten durchaus in Marktanteilen auf dem Weltmarkt bemessen werden.
Indirekte Steuern eignen sich insbesondere, um Sozialleistungen zu finanzieren, da so die Höhe der sozialen Sicherung festgelegt werden kann, ohne dass die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie, aus der die Fähigkeit zur sozialen Sicherung resultiert, verändert wird.

Elizabethtown (2005)

in der sneak lief elizabethtown. unbedingt anschauen. IT. WILL. BLOW. YOUR. MIND. oder auch nicht (bart und ich müßten uns wohl wieder streiten, wie in den guten alten zeiten :) hach). der film ist der hammer. und erst die musik... GENIAL. Trailer gibt es hier.

Tuesday, October 25, 2005

Newark pays paper to print only good news

*kopfschüttel*

RSS Feeds von AP

für die news junkies unter uns

walter mossberg on drm in wsj

Walter Mossberg, kolumnist des wall street journals hat ein paar weise worte zu drm

ps. wer hätte das gedacht... steve jobs und bill gates an einem tisch... die dritte person ist übrigens walter mossberg.

And The Oscar Goes To...

ob die filme dennoch leaken?

Der Unterhaltungskonzern Disney will DVDs, die Juroren zugeschickt werden sollen, mit einer Technik der Firma Cinea vor unbefugter Vervielfältigung und Verbreitung schützen. Die DVDs sollen laut Mitteilung zur Beurteilung für die von der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) und der US-amerikanischen Motion Picture Arts and Sciences verliehenen Filmpreise zum Einsatz kommen. Dafür hat Cinea bereits 12.000 seiner speziell ausgerüsteten 'S-View'-DVD-Player an die Juroren verschickt. Nur mit diesen ließen sich die verschlüsselten DVDs abspielen. Zudem müssen sich die Juroren vor Inbetriebnahme des Players telefonisch registrieren.



Gewährleistung bei eBay

gut zu wissen, wie die formulierung lauten muß:

Mit den Worten 'Unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung' könnten sich Privatverkäufer absichern, betont die Verbraucherzentrale. Für gewerbliche Anbieter gelte dies freilich nicht: Sie unterliegen in jedem Fall der Gewährleistungspflicht.



Sunday, October 23, 2005

Malachit

So, dann will ich den Malachit mal bewillkommnen:

Tach auch

Laut Wikipedia bist Du hellhörig für die Sprache der Tiere und man kann gut Skarabäen aus Dir schnitzen. Besonders gut verstehst Du Dich mit den Etruskern und man sollte nicht viel Wasser trinken, in dem Du gelegen hast. Oh, und in der Sonne veränderst Du Deine Farbe.

Vollständiger Artikel.

Saturday, October 22, 2005

updates

so. entschuldigt bitte die mail für den testpost, hatte vergessen einen filter auszuschalten :| aber jetzt sollte aller verkehr über die neue emailadresse bartab.blog@gmail.com laufen. wenn ihr euch in den nächsten tagen wundern solltet, wieso ihr keine emails mehr bekommt, sind die entweder im spamordner oder mir ist doch ein fehler unterlaufen.

habe dabei auch noch was für die egosuche gefunden, sogenannte backlinks (heißen die bei allen anderen nicht einfach nur trackbacks?) verwendet wird hierfür die google-eigene blogsuchmaschine (im blogger format, und im google format). wenn man z.b. schauen will, ob sich jemand z.b. für den naturalismus artikel von scrooligan interessiert hat, würde man "link: bart-ab.blogspot.com/2005/10/naturalismus.html" eingeben. wenn man dagegen das eingibt: "link: bart-ab.blogspot.com" kann man ganz leicht unsere bisher verfassten kleinen grausamkeiten durchsuchen.

und das war alles von mir für heute. gute nacht und süße träume :)

Friday, October 21, 2005

A Stands For

ein technology review artikel via spiegel (die interessantesten artikel schreiben die nicht selber) über software, die im chaos strukturen findet. bezeichnender name, den sie für ihre maschine gewählt haben: Dynamic Reasoning Engine (DRE). hm. ob man der software auch ganz viel wirtschaftschatter füttern und dann groß an der börse abräumen? oder wäre das unethisch, weil diese software nur zur kontrolle verwendet werden sollte...

The Mystery of Search

sehr interessanter artikel in der zeit über suchmaschinen. beschreibt hauptsächlich Apostolos Gerasoulis einem mathematiker aus new jersey. ziemlich fesselnd das ganze. natürlich werden auch die google gründer erwähnt, also dachte ich, ich suche mir doch mal die entsprechenden paper raus:

S. Brin,L. Page: The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine. WWW7 / Computer Networks 30(1-7): 107-117 (1998)

Page, Lawrence; Brin, Sergey; Motwani, Rajeev; Winograd, Terry. The PageRank Citation Ranking: Bringing Order to the Web.

Brin, Sergey; Page, Lawrence. Dynamic Data Mining: Exploring Large Rule Spaces by Sampling.

erwähnt wird auch Jon Kleinberg, dessen idee wohl in askjeeves angewendet wird.

Gibson, D., Kleinberg, J., and Raghavan, P. 1998. Inferring Web communities from link topology. In Proceedings of the Ninth ACM Conference on Hypertext and Hypermedia : Links, Objects, Time and Space---Structure in Hypermedia Systems: Links, Objects, Time and Space---Structure in Hypermedia Systems (Pittsburgh, Pennsylvania, United States, June 20 - 24, 1998). HYPERTEXT '98. ACM Press, New York, NY, 225-234.

Chakrabarti, S., Dom, B., Raghavan, P., Rajagopalan, S., Gibson, D., and Kleinberg, J. 1998. Automatic resource compilation by analyzing hyperlink structure and associated text. In Proceedings of the Seventh international Conference on World Wide Web 7 (Brisbane, Australia). P. H. Enslow and A. Ellis, Eds. Elsevier Science Publishers B. V., Amsterdam, The Netherlands, 65-74. (PDF)

Kleinberg, J. M. 1999. Authoritative sources in a hyperlinked environment. J. ACM 46, 5 (Sep. 1999), 604-632.

keine ahnung, ob die für uns normalsterbliche verständlich sind oder nicht. aber interesting nonetheless.

sollte man jetzt noch paper von den yahoo-gründern suchen? aber da finde ich irgendwie nichts interessantes...

Blog!: The Business

oh mann. ich sollte wirklich lieber schlafen gehen, aber diese artikel sind einfach zu gut. und dieser hier ist sogar schon ein jahr alt, ein wunder, daß ich ihn nicht schon früher entdeckt habe... ein kleiner überblick über den versuch mit blogs geld zu verdienen, vorgestellt werden zwei protagonisten: nick denton und jason calacanis, die über kleine blog-imperien gebieten. sind auch ziemlich erfolgreich damit, einige der populärsten blogs gehören denen. jason calacanis hat neulich weblogs.inc für 25mio $ an aol verkauft.

It wasn't a casual idea for him. Denton had been speaking with evangelistic fervor about the movement for months. He had his own blog and even tried to buy Pyra Labs, creator of Blogger software, from founders Evan Williams and Meg Hourihan. Denton's next step was offering Peter Rojas - "an underemployed freelancer," says Denton - money to do the gadget venture.

[...]

And here's the thing: If Spiers (or any of the Gawker Media bloggers) had done this on her own, the response would have been minimal. Denton's move to professionalize blogs bestowed instant credibility on an unknown single-writer Web site. When Gawker launched, it was still unusual for a regular media site to reference the personal blog of some savant wordsmith, but it was well within bounds to discuss the well-hired hand of a new media publisher - and even write stories about her. Denton hadn't merely created a blog, he'd created a brand. In almost no time, Gawker not only won an audience but was chosen as one of Time's 50 Best Web sites and made Entertainment Weekly's IT list.

[...]

Denton's next move: a porn-blog called Fleshbot. His goal was not to capture the highfalutin erotica of sites like Nerve, but an intelligent presentation of dirty stuff. "No normal guy jacks off to poetry," he wrote in a memo explaining the site. Employing his diamond-in-the-blogosphere strategy, Denton found John d'Addario, a New Orleans-based art dealer.

[...]

Denton: Like I really want to know: who throws the best dinner parties in DC; why they're so desperately unglamorous; whether young Reps and Dems find it hot to date across party lines; whether Carville and Matalin really live their lives out in public; how their hair gets that way; what politicians say when they're asking for money; how badly the Pentagon bureaucracy hates Rumsfeld I want to understand how DC works, not the mechanics of cloture, but the social and political power lines. Like: if I was to come to DC, whom would I have to schmooze, how could I conquer the town what are the things about DC that the newspapers never tell you?

Cox: that is a really tall order for someone getting paid $1500/mo

Still, Cox wasn't about to fight. "This is pretty much the only thing I can do," she says. She was initially averse to the gender-specific title of Wonkette, but Denton soothed her by typing: "So long as you're lethal in the content, cutesiness of the name won't matter."

[...]

Jason Calacanis will cheerfully admit that the blood feud between him and Nick Denton is at least partly hype. Denton, too, characterizes it as an overplayed soap opera. They both confirm that every few months the two have dinner, and the conversation is considerably more polite than a typical Choire Sicha item on Gawker. But the fact is that both men are bumping shoulders in the same space: hiring writers for their niche-directed, ad-supported blogs. "The difference is that he wants to own everything and I want to share it with the writer," says Calacanis.

[...]

Calacanis also went after Peter Rojas, the Gizmodo writer who was Denton's first blogger. Again, he offered something Denton wouldn't consider yielding - a piece of the action. Rojas accepted, taking half ownership in a new blog called Engadget, and the feud was on. Denton claimed in his own blog that he was "royally shafted." But now he shrugs it off, figuring that losing his writers is "the law of media careers. Do I expect writers to stay with the blogs for the rest of their lives? No." He relies on his belief that the blogosphere is an unending source of undiscovered talent. And posits that when writers defect, the ensuing buzz is actually a blessing in disguise: "The change in Gizmodo has actually been fantastic for traffic," he says.

[...]

All of which begs a big question: How much money really is in this blogging business? Those who have looked at the model conclude that there's no pot of gold here. In other words, they don't call it nanopublishing for nothing. "These are not large-scale journalistic efforts," says Martin Nisenholtz, CEO of New York Times Digital. "I agree with Nick's characterization of them as like independent films - really small independent films." Do the math: Denton pays a writer something like $2,000 a month and maybe a thousand more in overhead. Gawker Media, with a one-person sales staff, has lured advertisers like Absolut Vodka, British Airways, Jose Cuervo, and the John Kerry campaign. (Microsoft had been poised to advertise on Gizmodo, but then came that bicycle seat-dildo. No sense of humor.) Denton won't say how much he takes in, but he points to press accounts estimating that ad-based blogs might gross about $5,000 a month. Calacanis agrees that's in the ballpark. And if all the ads for Gawker are sold for the prices on its rate card, the total could be well over $10,000 a month. At the high end, that's $80K or so net per blog per year - nice pocket change but not yet the stuff of moguls. Even if, as some analysts say, that amount triples or quadruples in a few years, we're not talking about a bunk bed at Herb Allen's summer camp. That's why, Denton says, he's not hiring full-time employees. Maybe it's not a real business.

This DVD is Brought to You By: Randolph Hobson Guthrie III

in den 80ern ging es um drogen, im 21. jhd um bootleg-dvds. ich sehe es schon vor mir. in 20 jahren gibt es einen film darüber mit dem entsprechenden johnny depp nachfolger. ziemlich lustige geschichte, und gar nicht so uneinträglich, 25.000$ im monat...
So it's a little surprising when the Ministry for Public Security agrees to cooperate with the US. For the Chinese, it makes perfect sense. Randy's case is a unique opportunity for them to show that they're tough on piracy while arguing that Chinese citizens aren't the only ones to blame. It allows them to point out that the Americans complain the loudest and yet one of their own is a leading violator. The Chinese bureaucrats have a keen sense of irony.

[...]

"How do they know where you live?" Zimny asks. Before Randy can answer, Zimny glances at the stack of express mail envelopes beside the couch. On the preprinted labels, Randy has listed his penthouse as the return address, home phone number included.

[...]

Operation Spring won't have any effect on China's counterfeit DVD industry, says Anne Stevenson-Yang, the former managing director for the Beijing-based US Information Technology Office, an umbrella trade group that represents tech companies. "The whole thing was so sordid and useless," she says. The Chinese government is not interested in protecting private property rights, she adds.

In fact, piracy is the unofficial official policy. The state licenses many retailers of pirated DVDs and collects taxes on their sales. And, in a country where the economy is still tightly monitored and regulated, there's every reason to believe that the government has some control over the illicit DVD market.

[...]

But the authorities didn't follow the trail any further. They didn't arrest the middlemen. They didn't trace the discs back to the factories that produced them. They didn't investigate the sources of the original digital files. The extensive network that supplied Randy's business is healthy and intact.

Thursday, October 20, 2005

Porträt: Tim O'Reilly

Hätte ich diesen Artikel mal früher gelesen...
He calls it the architecture of participation. In O'Reilly's world, sharing increases value - so much so that it becomes unthinkable to close off information or to adopt nonstandard proprietary systems. The result is a virtuous cycle where openness becomes the norm, encouraging even more participation.

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The crucial technologies that make this happen - the digital infrastructure that makes the online world a perpetual swap meet of goods and ideas - are the culmination of all the stuff he's been tracking, supporting, and popularizing for the past 20 years. After O'Reilly hosted his Web 2.0 Conference last autumn (an even bigger confab is planned for this October), digi-pundits began using the term Web 2.0 to describe the growing swarm of applications and Web sites that exploit collective- intelligence and participation. But they may as well call it Tim O'Reilly's Internet.

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The Whole Internet User's Guide and Catalog (1992) became a category-busting best-seller, establishing itself as "a 250,000-copies-a-year thing," O'Reilly says, at least until it became outdated in the mid-'90s. He saw the book not just as a tent pole for his business but as a chance to awaken the world to the Internet. He went on a press tour. He sent a copy to every member of Congress, and was invited to meet with House aides. Before addressing a huge group of them, he was taken aside by the House IT department. "I go into this little room, and it's like Three Days of the Condor," O'Reilly recalls. "This old guy in a three-piece suit and a cane says, 'We don't want you to get the aides too excited about the Internet, because we're not going to give it to them.' So I went out and got them excited anyway."

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GNN [Global Network Navigator] also collaborated on a directory of the Web created by two Stanford students, Jerry Yang and David Filo. At one point, they asked if GNN was interested in buying the venture - Yahoo! - outright. "I think they wanted a million dollars, and we didn't have a million dollars," O'Reilly says. (Yahoo! doesn't deny the discussion but says it didn't set a price.)

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The most successful recent venture is a wonderfully retro idea: Make, a quarterly print magazine in the spirit of Boy Scout DIY projects. The first issue, published in February, had articles on doing aerial photography with kites, making your own videocam stabilizer-, and building a machine to read the magnetic stripes on credit cards. O'Reilly believes that the urge to hack stuff is "more common than we thought." And it dovetails perfectly with the participation-based Internet he extols. The magazine has already exceeded his goal of 30,000 subscribers.

[...]

Could it be that the Internet - or what O'Reilly calls Web 2.0 - is really the -successor to the human potential movement? If so, the new Esalen is his increasingly fabled Foo Camp, where 200 or so people - a gamut ranging from Amazon.com's- Jeff Bezos to BitTorrent's Bram Cohen- and random wizards doing VoIP hacks - are invited each year to the underpopulated Sebastopol campus to crash in empty offices or pitch tents in the backyard.

[...]

Harnessing collective- intelligence.

Web2MemeMap


Web2MemeMap
Originally uploaded by Tim O'Reilly.
wir kommen ins zeitalter des web2.0. gemeint ist damit in etwa, daß inhalte nicht nur präsentiert werden und das netz daten liefert, sondern, daß interagiert wird. webseiten sind nicht mehr nur statische inhalte, sondern dynamisch und vom benutzer mitgestaltet. (stichworte: xml, ajax, etc) das bild versucht das ein wenig in stichworte zu fassen.
"Web 1.0 was commerce. Web 2.0 is people," Mayfield said.

Link
da ich das thema spannend finde, gibt es in der zukunft darüber wohl noch einige posts :)

cybercrime is the sweetest crime

gutes argument gegen lange speicherfristen von verbindungsdaten von scott charney
Mit Blick auf europäische Diskussionen zur Vorratsdatenspeicherung meinte Charney, seine eigene Erfahrung spreche für kurze Speicherfristen. "Die Aufklärung von Cybercrime ist kompliziert und hat dann die besten Aussichten auf Erfolg, wenn das Opfer sofort Anzeige erstattet." Ein Unternehmen, das nach neun Monaten ein Verbrechen melde, werde wohl eher mit dem Hinweis beschieden, dass es für Ermittlungen zu spät sei. Lange Speicherfristen sprächen gegen alle Prinzipien, nach denen Daten irgendwann auch gelöscht werden müssten. "Ich persönlich denke, man kann nicht ewig speichern, nur weil man sagt, man wisse nie, ob das nicht doch noch gebraucht wird'." Überreaktionen, etwa mit Blick auf Anonymität im Netz, seien nicht angebracht, immerhin hätten die Anthrax-Versender in den USA auch keinen Absender auf ihre Briefe geschrieben.

das gegenargument ist aber sofort klar: aber wie sollen sonst die schläfernetzwerke im nachhinein identifiziert werden, wenn wir nicht jahre alte verbindungsdaten auswerten können
Link

Wednesday, October 19, 2005

Alle doof - Rechtsextremismus in Deutschland

Bart ab hat ja schon vom Königtum geredet. Dazu passend das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland (5-stufige Antwortmöglichkeit, angegeben sind die zwei zustimmenden): "Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert." - 16,7%
"Auch heute noch ist der Einfluss der Juden zu groß." - 18,9%
Es gibt wertvolles und unwertes Leben." - 13,3%
usw. usf.

Nachzulesen unter Decker, Brähler: Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland in: APuZ 42/2005 vom 17.10.05, S. 8-17 (ca. 3,8 MB, graphische Auswertung ab S. 13)